19/10/2026
Nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
250 Millionen Euro mehr: EH55-Förderung (sollen) Wohnungsbau antreiben
ANMERKUNG:
Die Probleme im Wohnungsbau und die Frage, warum sich Menschen bei uns im Land kein Eigenheim mehr schaffen können ist eigentlich doch ganz einfach zu beantworten.
Die Preise / Inflation sind die letzten Jahre stark angezogen. Hiervon sind auch die Baukosten, als Teil der Gesamtwirtschaft, betroffen.
Die Löhne / Einkommen / Kaufkraft der einfachen, normalen arbeitenden Menschen sind seit Jahren der Preisentwicklung / Inflation nicht gefolgt. Unser Land ist reich. Aber die finanziellen Ressourcen sind die letzten Jahre immer ungleicher verteilt. Und Eigenheimschaffung passiert nun mal in der Breite der Bevölkerung.
Diese wurde bis 2022 in Teilen durch die damals sehr üppige KfW 55 Förderung, welche bautechnisch mit geringen Aufwand zu realisieren war, und somit faktisch einen Bauzuschuss darstelle, in Teilen kaschiert. Zudem wurde das Bauen durch die Niedrigzinsphase / historisch niedrige Bauzinsen, für viele, finanziell erschwinglich.
Nach dem Wegfall der üppigen Förderung als auch mit dem fast zeitgleichen Ende der Bau- Niedrigzinsphase - fiel dann der Wohnungsbau / bzw. die Finanzierbarkeit der Eigenheimschaffung in ein Loch.
In Bezug Eigenheimschaffung stellen diese die Hauptgründe dar, warum immer mehr Menschen im Land, sich kein Eigenheim mehr leisten können.
Bauen einfach billiger zu machen ohne massive Qualitätseinbußen wird hier, technisch und realistisch betrachtet, nicht wirklich umsetzbar sein. Man versucht sich ja seit seit Jahren, recht fruchtlos hiermit, vom seriellen Bauen bis hin zum E-wie Einfach – Gebäude, etc..
Denn die Bauwirtschaft unterliegt wie alles andere auch dem Markt, Kaufkraft, Inflation, Energiekostensteigerung, Material und Produktkostensteigerungen etc.. Und im Markt wird NIEMAND Energie, Aufwand oder Baumaterialen unter Preis verschenken. (Das der Markt, betroffen hiervon ist auch die Bauwirtschaft, in Teilen nicht mehr wirklich funktioniert, ist hier ein anders Thema.)
Und die Anteile der Lohnkosten im Bau sind aktuell schon - durch Lohndumping und ein Heer von Süd- und Osteuropäischen Wander- und Leiharbeitern, im untersten Preisniveau angekommen.
Wenn hier nicht mehr Geld ins System kommt, entweder durch höher Kaufkraft in der Breite oder hoher Förderung / Zuschüsse, wird das Ruder in Bezug auf Eigenheim-Schaffung in der Breite der Bevölkerung, hier nicht herumgerissen.
Bei aktueller Lohn- und Kaufkraftniveaus- Entwicklung ist für immer mehr Menschen die Finanzierung eines Eigenheims in weite Ferne gerückt.
Das Resultat / Ergebnis:
Im Neubaubereich sind junge Familien immer weniger zu finden. Hier tummeln sich nunmehr noch besser situierte Altersruhesitz- Ständler.
Ein Teil der jungen Familien weicht hier in Richtung des Erwerbs günstiger aber auch risikobehafteter Bestandsimmobilien aus.
Aufgrund der höheren Risikos empfehlen wir, die Immobilie vor Kauf gründlich von einen Architekten Bausachverständigen – ihres Vertrauens - überprüfen zu lassen.
Die EH55-Förderung bringt neue Hoffnung für den Wohnungsbau: Die Bundesregierung stellt weitere 250 Millionen Euro bereit, um genehmigte Bauprojekte endlich